Hauptsache gemeinsam und nicht einsam: Mit wem die Deutschen wohnen wollen

Hauptsache gemeinsam und nicht einsam

Von je 100 Befragten würden in Zukunft gerne folgendermaßen leben:

  
In der Nähe der Familie29
Gemeinsam mit Gleichgesinnten12
Mehrgenerationenhaus8
Service-Wohnen 5
Rentner-Wohngemeinschaft4
Single-Wohnen mit Freizeitangeboten3

Wo wollen die Deutschen in Zukunft gern wohnen? In einer Metropole, in einer Stadt oder doch lieber im Grünen? Fest steht: Unabhängig von Geschlecht oder Einkommen gibt es den Wunsch, der Stadt zu entfliehen. So möchte in etwa jeder vierte Bundesbürger gern auf dem Land wohnen und fast ebenso viele in einer Kleinstadt oder einer Stadt mit unter 100.000 Einwohnern. Für ein Leben in einer Metropole kann sich dagegen nicht einmal mehr jeder Zehnte begeistern. Allerdings zeigen sich hier regional große Unterschiede: So interessieren sich fast doppelt so viele Ostdeutsche wie Westdeutsche (15% zu 8%) für ein Leben in einer Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern.

Grundsätzlich ist die Bereitschaft zum Umziehen bei den meisten Bürgern nur bedingt vorhanden. So wollen 84 Prozent der Landbewohner auch in Zukunft fernab der Stadt leben und nicht einmal 1 Prozent kann sich ein Leben in einer Großstadt oder Metropole vorstellen. Ebenso wollen auch Bewohner von klein- und mittelgroßen Städten zu zwei Dritteln in einem vergleichbar großen Wohnumfeld alt werden. Und für wen ein Umzug ansteht, der tendiert eher in Richtung Land statt Stadt. Lediglich Bewohner aus Großstädten zeigen eine etwas höhere Bereitschaft zum Wohnortwechsel, wollen sich aber ebenfalls mehrheitlich nicht verändern.

Ausblick

In Deutschland leben rund 230 Bürger pro Quadratkilometer. Gut drei Viertel wohnen in Städten und Ballungsräumen, wohingegen lediglich 15 Prozent in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern leben. Fast sämtliche Prognosen gehen von einer weiter steigenden Landflucht aus, und insbesondere strukturschwachen Gebieten im Osten werden massive Abwanderungen vorhergesagt.

Jedoch spiegeln diese Vorhersagen nicht unbedingt die Bedürfnisse der Bevölkerung wider. Zunehmend mehr Bürger können sich auch ein zukünftiges Leben außerhalb der Metropolen vorstellen. In einem ersten Schritt profitieren hiervon die „Speckgürtel“ um die Städte. Diese konnten ihre Beliebtheit im 10-Jahres-Vergleich um rund 50 Prozent steigern.